Das Grundgesetz betritt die Bühne – und mahnt uns alle!
- Admin
- 19. Juli
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Aktualisiert: vor 6 Tagen

Ein Theaterstück zum Grundgesetz mit Podiumsdiskussion
Peine. Das deutsche Grundgesetz auf der Bühne mit menschlicher Stimme – fesselnd und humorvoll. So erlebten es rund 200 Menschen beim Theaterstück „Wir das Grundgesetz“, das es am 21. Und 22. August erstmals im Peiner Land zu sehen gab. Und zwar gleich drei Mal: In zwei öffentlichen Veranstaltungen im Ratsgymnasium Peine und im Ev. Gemeindehaus Groß Lafferde sowie in eine Schulveranstaltung des Gymnasiums Groß Ilsede (GGI). Gastgeber waren das Peiner Bündnis für Toleranz und die Grundgesetzgruppe des Heimat- und Kulturvereins Groß Lafferde sowie das GGI.
Etliche Vereine, Verbände und Initiativen unterstützten das Projekt und waren sind zum Teil mit Info-Ständen präsent: Familien für Familien e.V., Der Paritätische, FIPS e.V., der Peiner Weltladen, die Peiner Omas gegen Rechts sowie das Peiner Bündnis für Toleranz.
Das kurzweilige Ein-Personen-Stück, das von Initiativen und Schulen auch künftig gebucht werden kann, macht die mittlerweile 77 Jahre alte deutsche Verfassung lebendig. Schauspielerin Katja Straub nimmt das Publikum mit auf eine Reise durch die Geschichte unserer Demokratie. Überraschungen inklusive, wenn sich plötzlich die Verwandtschaft in Gestalt von Mutter Weimar und Großmutter Paulskirche einschaltet. Aus dem Scheitern der Weimarer Demokratie, die mit der Machtübertragung an die Nationalsozialisten 1933 jäh endete, müssten heute Lehren gezogen werden, da die zunehmend rechtsextrem und damit verfassungsfeindlich auftretende AfD immer mehr an Einfluss gewinnt.
An das Theaterstück (60 Minuten) schloss sich im Peiner Ratsgymnasium eine Diskussionsrunde mit der Schauspielerin und weiteren Gästen an. „Wir haben darüber gesprochen, warum die Demokratie für unseren Alltag eigentlich wichtig ist, wo sie in Gefahr gerät und wie wir sie deshalb ganz bewusst stärken können“, erläutert Henning Meyer, Sprecher des Peiner Bündnis für Toleranz. Es diskutierten Kreisschülersprecher Denny Gallatowitsch, Luitgard Heissenberg von den Omas gegen Rechts und Andreas Meyer, der viele Jahre in der Kommunalpolitik in Vechelde aktiv war.
Für Denny Gallatowitsch muss es darum gehen, jungen Menschen wieder mehr Vertrauen in unsere demokratischen Institutionen zu geben. Sein konkreter Vorschlag: Ähnlich wie in Braunschweig oder Hildesheim und anderen Städten sollte auch der Landkreis Peine und die Stadt Peine und andere Gemeinden, die Jugendlichen konkret und verbindlicher in ihre Arbeit einbeziehen. „Wir wünschen uns ein Jugendparlament und bekommen dafür aus der Politik bisher viel Rückenwind.“ Aus Sicht von Luitgard Heissenberg müssen die älteren Generationen die Sorgen und Ängste der Jugend viel ernster nehmen. Andreas Meyer sieht die Hürden der Bürokratie und Vorschriften in den Kommunen, die solche Veränderungen erschweren, und sagt zugleich, für die Demokratie gelte es jeden Tag und im eigenen Alltag zu kämpfen.
Hintergrundinfo zum Theaterstück
WIR DAS GRUNDGESETZ: Text und Regie von Alexander Maser; gefördert und unterstützt von der Staatskanzlei Thüringen, der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte und der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte e.V.
Infos – Kontakt: https://www.demokratie-geschichte.de/10150/wir-das-grundgesetz/
Spenden willkommen
Seit Jahresbeginn ist das „Bündnis für Toleranz“ eine eigenständige Sparte im Verein „Familien für Familien e.V.“, der seit einem Jahrzehnt die Integration von Geflüchteten im Peiner Land unterstützt. Alle Mitglieder des Bündnisses arbeiten ehrenamtlich. Ausgaben z.B. für technische Unterstützung sind über Spenden finanziert, für die das Bündnis auch in diesem Jahr wirbt. Konto von Familien für Familien e.V., IBAN: DE02 2595 0130 0083 1886 31, bei der Sparkasse Goslar Hildesheim Peine. Verwendungszweck: Fest der Kulturen Peine. Spendenbescheinigungen werden auf Wunsch erstellt.
Anmerkungen und Anregungen sind willkommen - peinerbuendnisfuertoleranz@web.de.





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